Inhalt des Films "Wir Wunderkinder"

Der Film erzählt die Geschichte von Hans Boeckel und seinem Mitschüler Bruno Tiches über einen Zeitraum von vierzig Jahren, von der Ära Wilhelms II. bis in die Wirtschaftswunderzeit nach dem 2. Weltkrieg. Die verbindende Rahmenhandlung wird dabei von einem "Erklärer" und einem ihn begleitenden Klavierspieler gestellt. Schon während der gemeinsamen Schulzeit beweist Bruno Talent, sich nach den Zeichen der Zeit zu richten. Während Hans studiert und sich in Vera verliebt, beginnt Bruno mit den Nationalsozialisten zu sympathisieren und tritt der NSDAP bei. Hans und Vera verloben sich, doch dann erkrankt Vera und muss in ein Sanatorium. Kurze Zeit später lernt Hans auf einer Faschingsfeier eine dänische Austauschstudentin namens Kirsten kennen. Hans ist Vera jedoch treu. Als Vera wieder gesund ist, machen sie und Hans Urlaub in Italien. Dabei stellen sie fest, dass nicht mehr zusammenpassen und trennen sich. Durch Bruno verliert Hans kurz darauf seine Arbeit bei einer Tageszeitung. So findet ihn Kirsten, die zwischenzeitlich nach Hause zurückgegangen war, bei ihrer Rückkehr in einer Buchhandlung, wo er Bücher in Kisten packt. Sie nimmt ihn nach Dänemark mit, wo sie heiraten. Kurz nach Kriegsende treffen sich Bruno und Hans wieder. Bruno, der sich als Schwarzmarkthändler betätigt, geht es wieder gut, Hans lebt mit Kirsten und ihren zwei Kindern zur Untermiete in einem kleinen Zimmer auf dem Land. Ein paar Jahre später, während des Wirtschaftswunders, schreibt Hans für die Zeitung, bei der er arbeitet, einen Artikel über die Vergangenheit von Bruno, der inzwischen unter anderem Namen wieder Karriere gemacht hat. Bruno beschwert sich daraufhin persönlich bei Hans' Vorgesetztem, der Hans hinzuruft. Hans lässt sich jedoch von Bruno nicht mehr einschüchtern und verweigert die verlangte Gegendarstellung. Vor lauter Wut übersieht Bruno nach seinem Abgang daraufhin ein Warnschild am Aufzug und stürzt in den Schacht.