Junge Film-Union

Die Junge Film-Union (JFU) stellt von 1947 bis 1951 zahlreiche Spielfilme sowie einige Kurzfilme her. Gegründet wird die Filmfirma von dem früheren Drehbuchautor Rolf Meyer, der in der Nachkriegszeit als einer der ersten eine britische Lizenz zur Filmproduktion erhält. Sitz der Firma wird Bendestorf, ein kleiner Heideort 20 km südlich von Hamburg, wo auch eine eigene Atelieranlage entsteht. Die Firma beginnt mit einer Mischung aus Trümmer- und Heimatfilmen ("Wege im Zwielicht", "Menschen in Gottes Hand", "Das Fräulein und der Vagabund") und endet wenige Jahre später bei sogenannten zeitlosen Komödien, Melodramen und Revuefilmen. Zu den bekanntesten Produktionen zählt "Die Sünderin".

Der Geschäftsnachlass der Junge Film-Union ist aufgrund eines langwierigen Konkursverfahrens ungewöhnlich vollständig erhalten. In knapp 700 Archiveinheiten sind Produktion und Rezeption der Filme sehr detailliert dokumentiert: von den ersten Entwürfen bis zum Drehbuch, Schriftwechsel und Verträge der beteiligten Filmkünstler, Korrespondenz zu Zensurfragen und Prädikaten, Einspielergebnisse, Fotos und Plakate.