Kontext, Inhalt und Filmdaten von "Die Bergung der New York"

Dieser Film von 1949 dokumentiert den Verlauf der Bergung des ehemaligen HAPAG-Dampfers "New York". Eine Hamburger Reederei übernahm die Aufgabe auf eigenes Risiko, denn nur wenn sie gelang, sollte die Summe von einer Million DM ausgezahlt werden. Das Vorhaben war das bis dato grösste dieser Art in Europa.
Zu Beginn der Arbeiten liegt das gekenterte 22.000 Tonnen Schiff noch 9 Meter tief im Schlick des Kieler Hafens. Bevor das Schiff wieder in die aufrechte Lage gebracht werden kann, muss es erst noch an einigen Stellen abgedichtet werden. So wird ein grosses Leck mit Holzplanken, die Bullaugen mit Zement verschlossen. Das Achterdeck, welches im Schlick versunken war, wird mit einem mit Segeltuch bespannten Stahlgerüst erhöht, damit es über die Wasseroberfläche kommt. Es werden Hebeböcke an der obenliegenden Seite des Schiffes angebracht, die später durch Hebelwirkung das Aufrichten des Schiffes unterstützen sollen. Taucher beseitigen mit Saugbaggern den Schlamm aus der Rinne, in der das Schiff nach dem Aufrichten "stehen" soll. Ballast wird an Bord gebracht, der später bei der Drehbewegung des Schiffes helfen soll. Am Tag der Hebung ziehen Spezialschiffe mit starken Winden das Schiff in die gewünschte aufrechte Position. Dabei sind die Schiffe an einem 300 Meter entfernt liegenden anderen Wrack verankert. Es werden Pumpen in das Schiff gebracht, die innerhalb von 14 Tagen das eingelaufene Wasser beseitigen und damit das Schiff wieder schwimmfähig machen sollen. Nachdem dies geschehen ist, die Provisorien entfernt und die Muscheln auf der ehemals versunkenen Seite des Schiffes beseitigt wurden, wird das Schiff von zwei Schleppern an seinen Bestimmungsort gezogen.