Entstehung von "Menschen in Gottes Hand"

Die Entstehung des ersten von der Jungen Film-Union hergestellten Films aus dem Jahr 1948 ist typisch für Filme aus dieser Zeit. Da die Film Section das von Rolf Meyer favorisierte Drehbuch zu "Das Fräulein und der Vagabund" abgelehnt und das ebenfalls eingesandte Drehbuch zu "Menschen in Gottes Hand" akzeptiert hatte, wurde letzterer zum ersten von der Jungen Film-Union hergestellten Film. Dabei wagte Meyer ein Experiment, indem er einige der Hauptrollen mit Nachwuchsschauspielern besetzte. Davon abgesehen lag jedoch vor und hinter der Kamera alles in bewährten Händen. Die Uraufführung fand am 27.1.1948 statt. Der Film wurde mit 3,2 Millionen Zuschauern zu einem grossen finanziellen Erfolg, spielte bis zur Währungsreform am 20.06.1948 480.000 RM und danach noch 1.010.000 DM ein. Er belegte zudem den zweiten Platz unter den sechs bis Ende 1948 fertiggestellten und im Schorcht Verleih angelaufenen Filmen. Zu diesen Tatsachen trug mit Sicherheit auch die weitgehende Vermeidung von Trümmerbildern bei, die das Publikum in einem Unterhaltungsfilm zu jener Zeit nicht zu sehen wünschte.